Freitag, 3. Oktober 2008

Jungfrau Marathon Interlaken 06.09.2008


Nachdem ich letztes Jahr erstmals in Interlaken war und dies damals mein erster Marathon in den Bergen war, bin ich auch in 2008 wieder angereist.

Die Wetterprognosen von Deutschland aus betrachtet waren schlecht. Es war für das gesamte Marathonwochenende Regen vorhergesagt. So bin ich dann mit einem Koffer voll Regenkleidung nach Interlaken gereist. Vor Ort erwartete mich am Freitag herrlicher Sonnenschein, es wurde fast 30 Grad warm, Ursache war der Föhn, der sich laut Schweizer Wetterbericht bis Samstag 14.00 Uhr halten sollte. Also, war ich guten Mutes.

Nach dem Abholen der Startunterlagen und dem Bummeln über die kleine aber feine Marathonmesse, die diesmal auf dem Festzelt auf der Höhenmatte und nicht mehr im Casino stattfand, bummelte ich noch durch Interlaken, genoss einen Schoki in der Sonne.


Danach suchte ich meine Unterkunft auf, in der ich dann ganz schnell weitere Laufkollegen fand, darunter zwei Pfälzer, mit denen ich gleich über Pfälzer Laufserien fachsimpeln konnte und meinem Schmerz etwas nachhängen durfte, dass ich diese Läufe von Südabaden aus wohl weniger besuchen kann. Wir verbrachten den Nachmittag und Abend dann zu viert bei Plaudern und Nudelparty im Festzelt. Die Vorstellung einiger Spitznläufer wurde gut inszeniert.

Ich ging früh ins Bett und schlief auch sehr lange durch. Nach dem Frühstück hatte ich es nur 200 Meter bis zum Start, was sehr angenehm war.

Vor dem Start wurde die Nationalhymne gespielt, da merkt man den Schweizer Nationalstolz. Die ersten Runden durch Interlaken sind eher etwas langweilig. Interessant wird der Marathon eigentlich erst hinter Wengen, wenn es in die Berge geht.

Die Stimmung an der Strecke war großartig. Überall standen Menschen und haben die Läufer angefeuert.

Es lief auch alles recht gut, bis kurz vor dem Abzweig Wixi. Hier fingen meine Waden an und krampften. Aber durch die abwechslungsreiche Strecke ging es noch relativ lange gut.

Das wohl berümteste Stück der Strecke an der Moräne habe ich noch gut in der Schlange hinter mich gebracht. Der Dudelsackspieler, der diesmal ein anderer war als die Vorjahre, hat mich noch in Empfang nehmen können, aber unmittelbar danach kamen starke Krämpfe, dass ich mich massieren lassen musste.

Ich bin aber dann noch laufend in 4:51:58 h ins Ziel gekommen, zwar 8 Minuten später als letztes Jahr und 20 Minuten unter meiner geplanten Zeit, doch aber glücklich.

Auf die letzten Kilometer ist bereits Nebel aufgezogen, der sich dann auch bald in Regen wandelte. Nach warmen Duschen, einer hervorragenden Massage kam die eigentlich anstrengende Tortour, die Abfahrt mit der überfüllten Bahn nach Interlaken zurück. Dort bin ich im Regen noch schnell ins Zelt, habe etwas gegessen und mir die Urkunde abgeholt und bin dann sofort zurück nach Freiburg gefahren, wo es trocken war und habe dort einen sonnigen Sonntag zur Erholung erlebt.


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Die Bilder sind von Peter Beil, LSG Karlsruhe